Pädagogisches Konzept

1. Sozialraum und Lebenswelten

2. Räume und Rahmenbedingungen

3. Organisation unserer Arbeit
3.1. Gruppen
3.2. Tagesgestaltung
3.3. Ernährung

4. Pädagogische Arbeit
4.1. Bildungs- und Erziehungsauftrag
4.2. Bildungs- und Erziehungsaspekte
4.3. Der pädagogische Ansatz und die praktische Umsetzung

5. Bildungs- und Erziehungspartnerschaften

6.Professionelle Arbeit
6.1. Teamarbeit
6.2. Anleitung von Praktikantinnen/ Praktikanten und FSJlern
6.3. Kooperationen und Vernetzungen
6.4. Qualitätsmanagement

 

1. Sozialraum und Lebenswelten

Unsere Einrichtung „Gompitzer Spatzennest“ liegt in der Ortschaft Gompitz am westlichen Stadtrand der Landeshauptstadt Dresden. Sie befindet sich in ländlicher Umgebung und grenzt an das Landschaftsschutzgebiet „Zschoner Grund“.
Die Struktur besteht aus gewachsenen ländlichen, dörflichen und neuangesiedelten Wohngebieten. Diese Lage bietet eine ideale Umgebung mit reichhaltiger Tier- und Pflanzenwelt sowie ausreichend Bewegungsraum für die Entwicklung der Kinder unserer Kindertagesstätte.

Ob das Erwachen der Natur im Frühling, die Frische des Grundes an heißen Sommertagen, das herbstliche Farbenspiel der Bäume mit seinen vielen Anregungen zum Sammeln und Basteln oder der Winter in seiner Stille, mit Wildfütterung und lustigen Rodelpartien - alles kann von den Kinder erlebt, beobachtet und zum Spielen genutzt werden.

Im Juli 2001 übernahm der freie Träger „Kindertagesstätte Gompitzer Spatzennest e.V.“ die Einrichtung von der Landeshauptstadt Dresden. Als freier Träger auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendförderung können wir die Anforderungen der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse umsetzen und der Erwartungshaltung der Eltern gerecht werden.
2007 wurde unsere Kindertagesstätte als „vom Kneipp- Bund e.V. anerkannte Kindertageseinrichtung“ zertifiziert.
Mit der Übernahme des Hortes der 74. Grundschule im August 2009 erweiterte sich der Tätigkeitsbereich auf die Bildung und Erziehung der Kinder bis zur Vollendung der Grundschulzeit.

Im Sinne der Vereinsarbeit erhalten und pflegen wir bestehende Traditionen der Ortschaft und ergänzen diese mit neuen Ideen. Dazu zählen unter anderem: stattfindende Dorffestlichkeiten, Martinsumzug, Weihnachtsmarkt im Außengelände der Kindereinrichtung, Fasching und der „Tag der offenen Tür“.

Die Angebote für unsere Kinder sind besonders geprägt durch:

  • kreatives, phantasievolles Spielen und Bewegen in und mit der Natur
  • unseren Bewegungsspielplatz im Garten zur Förderung der psychomotorischen Aspekte und Basissinne
  • die allseitige Entwicklung der Kinder mit umfangreichen, wissenschaftlich fundierten Lern- und Spielmaterialien
  • eine aktive Gesundheitsförderung der Kinder nach dem gesundheitlichen Konzept von Sebastian Kneipp
  • kontinuierliches und intensives Arbeiten auf dem Gebiet der Sprachentwicklung

nach oben

2. Räume und Rahmenbedingungen

Unsere Kindereinrichtung wurde 2006 mit einem Erweiterungsbau ergänzt und besteht aus zwei mit einem Glasfoyer verbundenen Gebäuden.
Wir verfügen über insgesamt 7 Gruppenräume mit dazugehörigen Sanitärbereichen und Garderoben für 120 Kinder.
Die Räume sind mit neuem, altersgerechten Mobiliar und Spielzeug ausgestattet und individuell, entsprechend den Wünschen und Bedürfnissen der Kinder, gestaltet. Bei der Neugestaltung der Räume legen wir besonderen Wert auf ein Einrichtungskonzept für bewegungsbewusste Gruppenräume mit Move-upp- Möbeln. Dies ermöglicht außerdem Flexibilität und Variabilität.
Die Räume gehören den Kindern. Sie werden von ihnen mitgestaltet und vielfältig genutzt. Die Kinder können über Raum und Materialien mitentscheiden, so dass ihnen die Räume Identifikationsmöglichkeiten bieten.
Die Räume unserer Einrichtung werden für Aktivitäten einer Gruppe und auch gruppenübergreifend genutzt. Die Zeiten für gruppenübergreifende Aktivitäten werden gemeinsam zwischen pädagogischen Fachkräften, Kindern und Eltern ausgehandelt und festgelegt.
Das in allen Gruppenräumen umfangreich vorhandene und leicht erschließbare Spiel- und Gestaltungsmaterial regt die Kinder zum schöpferischen und kreativen Tätigsein an. Alle Räume sind zum Wohlfühlen mit alters- und entwicklungsgerechtem Mobiliar und Spielzeug ausgestattet und orientieren sich an den Bedürfnissen der Kinder. Dabei werden die Interessen von Jungen und Mädchen gleichermaßen berücksichtigt. Die Räume regen die Kinder zum Tätigsein in allen Bildungsbereichen an, halten aber auch ausreichend Rückzugsmöglichkeiten vor. Die Kinder haben die Möglichkeit vielfältige Angebote zu nutzen, Material und Räume sind dabei frei zugänglich. Darüber hinaus bietet unser Kreativraum Anregungen zum Experimentieren und Erforschen.
Die pädagogischen Fachkräfte setzen sich dafür ein, dass die Kinder sich an gemeinsam ausgehandelte und festgelegte Regeln und Verhaltensweisen halten. Neben gemeinschaftlichen Nutz- und gestaltbaren Räumen profitieren die Kinder davon, dass sie einen festen Gruppenraum und damit einen räumlichen Ankerpunkt in der Einrichtung haben. Darüber hinaus hat jedes Kind sein eigenes Garderobenfach und damit einen Ort für persönliche Dinge sowie in seinem Gruppenraum eine persönliche Ablagemöglichkeit, über die es nur selbst verfügen kann.
Der Mehrzweckraum bietet neben der Kinderküche auch die Möglichkeit, Mahlzeiten außerhalb des Gruppenzimmers einzunehmen.
Unsere Einrichtung verfügt über eine Sauna. Diese ist ein wichtiger Beststandteil zur Umsetzung des Kneipp-Konzepts und wird regelmäßig von den Kindern genutzt.
Der Krippenbereich ist speziell auf die Bedürfnisse der unter dreijährigen Kinder angepasst. Zwei ruhig gelegene Schlafräume erweitern diese beiden Gruppenräume.

Als einen wichtigen Raum verstehen wir das Außengelände unserer Einrichtung. Viele Sträucher und Bäume umgeben unseren Gartenspielbereich, spenden ausreichend Sonnenschutz und schützen die Kinder vor Belastungen der vorbeiführenden Straße.
Eine dazugehörige, großzügig angelegte Freispielfläche mit individuellen, außergewöhnlichen Holzspielkombinationen fügt sich harmonisch in das Gesamtbild der Einrichtung ein und bietet vielfältige Bewegungsmöglichkeiten. Sandkästen, Holzspielhäuser und Matschanlage laden die Kinder zu ideenreichen Spielen ein.
Ein Natursinnespfad, ein Weidenhaus und unsere Regentropf-Anlage bereichern das kreative Betätigungsfeld der Kinder.
Durch alterstypische Spielbereiche werden die Bedürfnisse der Kinder berücksichtigt.
Unser hauseigener Kräutergarten, ein Schmucksteingarten, die Wetterstation, Windspiele und Tastwand verwandeln unseren Garten in eine Oase der Sinne.

Für die tägliche Sauberkeit der gesamten Einrichtung und der Wäsche sind unsere Reinigungskräfte zuständig. Alle erforderlichen Geräte stehen dafür zur Verfügung. Unterstützung zur Erhaltung der Außenanlagen, des Gebäudes und kleinere Reparaturen erhalten wir durch einen Hausmeister. Unsere Eltern leisten im Rahmen ihrer gemeinnützigen Arbeitsstunden hierfür ebenfalls einen Beitrag. Arbeitseinsätze im Frühjahr und Herbst bilden einen festen Bestandteil dieser Pflegearbeiten.

nach oben

3. Organisation unserer Arbeit

3.1 Gruppen

Unsere Einrichtung bietet Platz für 120 Kinder. Es können 39 Krippenkinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr sowie 81 Kindergartenkinder bis zum Schuleintritt aufgenommen werden. Unsere pädagogische Arbeit ist gruppenbezogen. Diese Arbeit mit festen Gruppen wird ergänzt durch regelmäßige und an den Bedürfnissen der Kinder ausgerichtete gruppenübergreifende Angebote und Aktivitäten.
Jedes Kind ist einer festen Gruppe zugehörig, die von Gruppenerzieherinnen / Gruppenerziehern geführt wird. Dies bietet jedem Kind eine stabile soziale Heimat in unserer Einrichtung. Darüber hinaus hat jedes Kind die Möglichkeit, seinen sozialen und räumlichen Aktionsradius über die Gruppengrenzen hinaus in gruppenübergreifenden Aktivitäten nach seinem individuellen Bedürfnis und selbstbestimmt zu erweitern. Jede Gruppe verfügt über einen eigenen Gruppenraum, der für Gruppenaktivitäten, aber auch für gruppenoffene Angebote genutzt wird.

3.2 Tagesgestaltung

Während der Öffnungszeit von Montag bis Freitag 6.30 Uhr bis 17.00 Uhr können die Eltern zwischen verschiedenen Betreuungszeiten wählen.
Wir bieten den Kindern in unserer Einrichtung einen Tagesablauf, der auf ihre körperlichen, sozialen und kognitiven Bedürfnisse abgestimmt ist. Nahrung, Bewegung, Spiel, kreative Aktivitäten sind dabei genauso wichtige Elemente wie Ruhe und Entspannung. Im Wissen um die individuelle Ausprägung von Bedürfnissen gestalten wir den Tag in der Balance von Strukturiertheit und Offenheit. Feste Zeiten für zentrale Elemente des Tages bieten Sicherheit und Orientierung. Flexibilität insbesondere an Übergängen im Tagesablauf ermöglichen uns, situativ auf die Bedürfnisse der Kinder zu reagieren. Deshalb sind die Zeiten für die Gestaltung des Tages Orientierungszeiten.

6:30 bis 7:30 Uhr Frühbetreuung
7:30 bis 8:30 Uhr offenes Frühstück: Kinder, die am Frühstück teilnehmen, sollten bis 8:00 Uhr in der Einrichtung sein
8:30 bis 11.00 Uhr Gruppenzeit oder gruppenübergreifende Angebote; einschließlich Obstfrühstück
ab 11:00 bis 12:00 Uhr Mittagessen
12:30 bis 14:00 Uhr Mittagsruhe in der Einrichtung; nach einer allgemeinen Ruhephase Möglichkeit der Wachzeit für die Kinder, die nicht schlafen
ab 14:00 Uhr Vesper
danach Freispiel; vorzugsweise im Freien
ab 16:15 bis 17:00 Uhr Spätbetreuung

3.3 Ernährung

In unserer Einrichtung werden alle Kinder durch unsere hauseigene Küche ganztags (Frühstück, warmes Mittagessen, Vesper) mit regionalen, frischen und gesunden Lebensmitteln versorgt. Dabei wird großer Wert auf die Zusammenarbeit mit ortsansässigen Unternehmen, Händlern und privaten Anbietern gelegt.
Verschiedene Getränke werden über den gesamten Tag angeboten, ebenso eine Obstmahlzeit am Vormittag. Dadurch besteht die Möglichkeit, unseren Kindern eine gesunde, wertvolle und abwechslungsreiche Ernährung zu gewährleisten.
Der hauseigene, durch die Kinder angelegte, Kräutergarten bietet eine große Vielfalt zum Wissenserwerb und zur Bereicherung und Ergänzung der Nahrung. Projekte zum Thema „Gesunde Ernährung“ werden gemeinsam in den Gruppen durchgeführt und durch das Küchenpersonal unterstützt.
Bei allen Mahlzeiten können die Kinder selbstständig entscheiden und auswählen, welche Speisen sie zu sich nehmen möchten. Unser qualifiziertes und nach der Kneippschen Lehre geschultes Küchenpersonal bereitet eine altersgerechte Mischkost zu, die Wünsche der Kinder werden berücksichtigt.
Geregelte Essenszeiten ermöglichen den Kindern ihr Essen im Mehrzweckraum oder im Gruppenraum einzunehmen.
Das offene Frühstücksangebot für die Kinder im Kindergartenalter ermöglicht einen individuellen und flexiblen Einstieg in den Tag.
Beim Essen erlernen die Kinder unserer Einrichtung Tischsitten, Tischregeln, den Umgang mit Besteck und Tischgespräche in angemessener Lautstärke zu führen. Die Kinder entscheiden selbst über die Menge und das Nachholen der Speisen. Sie werden angeregt, Nahrungsmittel zu kosten und im gesamten Tagesablauf ausreichend zu trinken.
Die Eltern und die Kinder werden über das Speisenangebot durch einen Aushang informiert. Bei Bedarf stehen uns Fachkräfte zu Gesprächen über die Ernährung zur Verfügung. Insbesondere bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien werden Gespräche zwischen Eltern, der pädagogischen Fachkraft und dem Küchenpersonal geführt.
Die Nutzung der Kinderküche unter fachkundiger Anleitung durch unser Küchenpersonal bringt den Kindern den Umgang mit und die Zubereitung von Nahrungsmitteln spielerisch nahe und bietet ihnen die Erfahrung der Selbstwirksamkeit.

nach oben

4. Pädagogische Arbeit

4.1 Bildungs- und Erziehungsauftrag

„Bildung ist ein Prozess, der mit der Geburt beginnt, grundsätzlich individuell und lebenslang verläuft.“ (Sächsisches Staatsministerium für Soziales / Sächsisches Staatsministerium für Kultus, 2003, Seite 2)
Der gesetzliche Auftrag für die Arbeit in Kindertageseinrichtungen ist im Sächsischen Gesetz zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen festgelegt. Er legt als Ziele für die pädagogische Arbeit den Erwerb und die Förderung sozialer Kompetenzen wie Selbstständigkeit, Verantwortungsbereitschaft und Gemeinschaftsfähigkeit, Toleranz und Akzeptanz gegenüber anderen Menschen, Kulturen und Lebensweisen sowie gegenüber behinderten Menschen fest. Darüber hinaus richtet sich die Arbeit auf die Ausbildung von geistigen und körperlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten, insbesondere zum Erwerb von Wissen und Können, einschließlich der Gestaltung von Lernprozessen (vgl. §2 SächKiTaG).

4.2 Bildungs- und Erziehungsaspekte

Die pädagogischen Fachkräfte im Gompitzer Spatzennest arbeiten nach dem Sächsischen Bildungsplan. Weitere Grundsatzpapiere und aktuelle Veröffentlichungen sind für uns wichtige Grundlagen unserer Arbeit.
Kindertagesstätten sind Orte für Kinder, an denen sie Anerkennung und Lerngelegenheiten finden und gleichberechtigt an allen Prozessen im Alltag beteiligt sind. Sie sichern ein gleiches Recht auf Bildung für alle Kinder. Um die Individualität und die Allseitigkeit der Bildung und Erziehung zu gewährleisten, arbeiten wir nach folgenden, im Sächsischen Bildungsleitfaden festgeschriebenen Bildungsbereichen:

  1. Somatische Bildung
    Wohlbefinden ist eine wichtige Voraussetzung für gelingendes Lernen. Wir unterstützen das Wohlbefinden und die Gesundheit unserer Kinder durch viel Bewegung, besonders an frischer Luft, und bewusste Gesundheitsförderung. Dabei bilden die fünf Säulen der Kneippschen Lehre einen wichtigen Bestandteil.
  2. Soziale Bildung
    Beteiligung an den alltäglichen Prozessen und an den Entscheidungen beim sozialen Miteinander ist zentrales Element des sozialen Lernens in unserer Einrichtung. Soziales Lernen, gegenseitiges Vertrauen und gleichberechtigte Teilhabe bilden die Grundlage für die Entwicklung sozialer Fähigkeiten.
  3. Kommunikative Bildung
    Dialog ist Mittel und Ziel der kommunikativen Bildung. Hierfür ist der Spracherwerb ein wichtiger Faktor und für die pädagogische Arbeit unserer Einrichtung ein konkretes Ziel. Es ist uns wichtig, die Kinder so viel wie möglich zu Wort kommen zu lassen. Unter Einbeziehung vielfältiger Materialien legen wir Wert auf eine alltagsgebundene Sprachförderung. Wir ermutigen die Kinder und regen sie auf vielfältige Weise an, ihre Sprachfertigkeiten zu verbessern bzw. weiterzuentwickeln.
  4. Ästhetische Bildung
    Wahrnehmen der Umwelt mit den eigenen Sinnen ist die Voraussetzung für die Konstruktion der eigenen Sicht, des eigenen Verstehens der Welt. Wir unterstützen die Kinder bei ihrem Tätigsein, das sie dazu führt, in einer solchen Konstruktion eine eigene Ästhetik zu kreieren und diese in den Dialog mit der Sichtweise anderer zu bringen. Wir bieten den Kindern die dafür erforderlichen sinnlichen Erfahrungen mit verschiedenen Materialien und die Erfahrung zur Wahrnehmung von Raum und Zeit.
  5. Naturwissenschaftliche Bildung
    Durch individuelles und gemeinsames Entdecken, Erforschen, Erkunden und Erleben lernen die Kinder verschiedene Bereiche von Natur und Technik kennen und verstehen. Das Landschaftsschutzgebiet „Zschoner Grund“ bietet uns in der täglichen pädagogischen Arbeit dafür ideale Bedingungen.
  6. Mathematische Bildung
    Ordnen, in eine Reihe bringen, Zuordnen und eine eigene Ordnung schaffen gehen einher mit der Entwicklung des Verständnisses für Zahlen, Mengen und Formen. Wir wecken und unterstützen bei unseren Kindern das Interesse am Knobeln und Finden von eigenen Lösungswegen ausgehend von alltäglichen Problemen und Fragestellungen. Dabei entwickeln sich das Zahlenverständnis sowie Vorstellungen über geometrische Formen. Außerdem wird die räumliche Wahrnehmung geschult.

4.3 Der pädagogische Ansatz und die praktische Umsetzung

Das Gompitzer Spatzennest orientiert sich in seiner Arbeit am lebensbezogenen Ansatz. Der lebensbezogene Ansatz ist kindorientiert, das heißt, jedes Kind wird mit seinen Bedürfnissen nach Zuwendung und Bindung, Anerkennung und Selbstwirksamkeit ernst genommen. Zudem wird der Ansatz von erlebnispädagogischen Elementen geprägt. Das Kind soll selbst Er-Leben statt belehrt zu werden. Das gemeinsame Leben und Erleben von Kindern und Erzieherinnen und Erziehern steht im Mittelpunkt des Ansatzes. Alle Kinder werden auf das Leben vorbereitet und lernen, ihr bisheriges Können zu nutzen, es zu verändern und zu erweitern. Die pädagogische Fachkraft hat in der lebensbezogenen Pädagogik eine wichtige Stellung. Sie schafft eine entspannte sowie anregende Umgebung und steht dem Kind als Bildungspartner zur Verfügung.
Eine lebensbezogene Kindertageseinrichtung ist für alle Beteiligten eine Stätte gemeinsamen Lebens und Erlebens, die sich am gegenwärtigen und zukünftigen gesellschaftlichen Leben der Kinder und Familien orientiert. Die Entwicklung der Kinder wird regelmäßig, gemeinsam mit ihnen in Portfolios dokumentiert.
Die wichtigsten Methoden des lebensbezogenen Ansatzes sind das Freispiel als Hauptaneignungstätigkeit, die Projektarbeit und das Schaffen verschiedener Bildungsanlässe. Die alltagsintegrierte Sprachbildung stellt im lebensbezogenen Ansatz ein tragendes Element dar. Dabei bietet alles aus dem täglichen Geschehen einen Ansatz für Sprachbildung.

Als familienergänzende Einrichtung begleiten, unterstützen und fördern wir jedes Kind auf dem Weg bis zur Schule.
Zur Verbesserung der Verzahnung von Schulvorbereitung und Schuleingangsphase haben wir uns mit der 74. Grundschule auf der Grundlage unserer Kooperationsvereinbarung das Ziel gesetzt, in verschiedenen Bereichen eng zusammenzuarbeiten.
Die Übernahme des Hortes durch unseren Träger ermöglicht weitere Formen der Zusammenarbeit, z. B. Feriengestaltung, Nutzung der zur Verfügung stehenden Rahmenbedingungen.

In unserer Kindertagesstätte finden dabei folgende drei Hauptschwerpunkte besondere Beachtung und spezielle Förderung in der täglichen Arbeit mit den Kindern:

  • Sprachentwicklung
  • Bewegung und Natur
  • Kneipp

Abgeleitet aus dem lebensbezogenen Ansatz richten wir unsere Arbeit an folgenden Leitsätzen aus:

  1. Wir betrachten das Kind als individuellen Akteur seines Handelns. Leben und Lernen beziehen sich auf alle Dimensionen des Kindes. Wissen, praktisches Tun sowie Emotionen spielen eine gleichwichtige Rolle.
  2. Leben und Lernen in unserer Einrichtung sind ausgerichtet an den biografischen Erfahrungen und den gegenwärtigen Interessen der Kinder ebenso wie daran, ihnen den Erwerb von Kompetenzen zu ermöglichen, die sie für ihr zukünftiges Leben benötigen.
  3. Wir planen unsere pädagogische Arbeit ausgehend von den Bedürfnissen der Kinder so, dass sie allen Akteuren die notwendige Sicherheit bietet, gleichzeitig aber stets ermöglicht, alternativ zu handeln und Platz für unerwartete Erlebnisse, Situationen und Ereignisse bietet. Die Planung unserer Arbeit wird ergänzt durch eine Nachbereitung und Reflexion sowie durch eine aussagekräftige Dokumentation.
  4. Die pädagogischen Fachkräfte unserer Einrichtung sorgen gemeinsam mit dem technischen Personal für eine vorbereitete Umgebung. Die Kinder werden aktiv in die Gestaltung einbezogen. Wir stellen hochwertige Spiel- und Lernmaterialien zum Experimentieren und Erforschen zur Verfügung.
  5. Wir leben eine durch Partizipation aller Akteure geprägten partnerschaftlichen Erziehungsstil. Kinder, pädagogische Fachkräfte und Eltern sind gleichberechtigte Partner. Gemeinsam mit den Eltern tragen wir die Verantwortung für die Unterstützung des Bildungsprozesses jedes einzelnen Kindes.
  6. Vernetzung und Kooperation sind für uns tragende Säulen unserer pädagogischen Arbeit in der Einrichtung. Wir suchen nach Unterstützung von außen und verstehen das Miteinander im Gemeinwesen als Bereicherung.
  7. Die Bedingungen des Aufwachsens jedes einzelnen Kindes sind für uns Ausgangspunkt und Anker der konkreten pädagogischen Arbeit. Dazu führen wir einen intensiven Dialog mit den Familien unserer Kinder, um die Lebenssituationen kennenzulernen und die Perspektive der Eltern verstehen zu können. Es ist uns wichtig, unsere pädagogische Arbeit an die konkreten Lebenssituationen der Kinder anzuknüpfen.
  8. Jedes Kind hat seine eigene Art und Weise der Aneignung und Erforschung der Welt. Wir betrachten jedes Kind, aber auch jede Mutter und jeden Vater als individuelle Persönlichkeit. Wir fördern die individuelle Entwicklung des Kindes im Kontext der sozialen Gruppe. Die gleichberechtigte Beteiligung des Kindes ist uns ein wichtiges Anliegen. Inklusives pädagogisches Handeln und der Ausgleich von Benachteiligungen gehören zu unseren Aufgaben.

Eingewöhnung
Wir gestalten gemeinsam mit den Eltern eine bindungsorientierte Eingewöhnung, die darauf zielt, dass jedes Kind zur Erzieherin/ zum Erzieher eine Bindung aufbauen kann, die ihm Sicherheit für seinen Bildungsprozess gibt. Daraus ergibt sich, dass jeder Eingewöhnungsprozess individuell an den Bedürfnissen des Kindes ausgerichtet wird, jedes einzelne Kind bestimmt das Tempo seiner Eingewöhnung. Die Eingewöhnung in die Krippe erfolgt ausgerichtet am Berliner Eingewöhnungsmodell und dauert in der Regel zwischen zwei und vier Wochen.
In unsere Einrichtung werden Kinder immer mit Beginn eines jeden Kita-Jahres, also in den Monaten August bis Oktober aufgenommen. Frei werdende Plätze im laufenden Kita-Jahr werden umgehend vermittelt. Schon im Vorfeld der Eingewöhnung bieten wir den Eltern mit ihren Kindern die Möglichkeit, regelmäßig in die Krabbelgruppe unserer Einrichtung zu kommen. Ab Frühjahr jeden Jahres findet für Kinder, die die Einrichtung ab dem kommenden Kita-Jahr besuchen, ein zusätzliches Angebot in einer Eingewöhnungsgruppe einmal monatlich statt.
Von großer Bedeutung für das gute Gelingen der Eingewöhnung ist, dass Eltern und pädagogische Fachkräfte diesen Prozess gemeinsam gestalten. Bereits beim Aufnahmegespräch mit der Leitung der Einrichtung erhalten Eltern umfassende Informationen zur Eingewöhnung. Zentral dabei ist die Sensibilisierung der Eltern für die Bedeutung der Eingewöhnung für den Bildungsprozess ihres Kindes. Es ist uns wichtig, eine klare Vereinbarung mit den Eltern darüber zu treffen, dass sie in der Eingewöhnungszeit verfügbar sind.
Vor Beginn jedes Kita-Jahres wird für die Eltern neuer Kinder in der Einrichtung ein Willkommenselternabend durchgeführt, bei dem allen Eltern Willkommensmappen ausgehändigt werden.
Die Bezugserzieherin/ der Bezugserzieher und eine Fachkraft der Küche führen mit Eltern, die dies wünschen, ein Vorbereitungsgespräch zur Ernährung ihres Kindes durch.
Um eine gute Eingewöhnung gewährleisten zu können, werden von einer Erzieherin/ einem Erzieher pro Gruppe für die ersten zwei Wochen maximal drei Kinder gleichzeitig zur Eingewöhnung aufgenommen. Daraus ergibt sich eine Staffelung bei der Aufnahme von Kindern über einen längeren Zeitraum. Dies ermöglicht, dass sich die pädagogischen Fachkräfte in dem erforderlichen Maße jedem Kind in der Eingewöhnung zuwenden können.
Während der Eingewöhnungszeit entstehen für die Eltern Übergangszeiten, in denen sie verfügbar, aber nicht in der unmittelbaren Nähe ihres Kindes sein müssen. Um den Eltern diese Zeiten angenehm zu gestalten und den gegenseitigen Austausch zu unterstützen, wird eine Elternecke mit Getränken und Infomaterial (Konzeption, Fotoalben etc.) eingerichtet.
Die Eingewöhnung in den Kindergarten erfolgt ebenfalls individuell auf die Bedürfnisse des Kindes abgestimmt und nach konkreten Vereinbarungen mit den Eltern.
Für die Kinder, die aus den Krippengruppen unserer Einrichtung in den Kindergarten wechseln, gestalten wir einen Übergangsprozess, der davon geprägt ist, dass die Kinder ermutigt werden, ihren räumlichen Aktionsradius zu erweitern und den Kindergartenbereich zu erkunden. Hierzu werden ausgerichtet an den einzelnen Kindern Absprachen zwischen der Bezugserzieherin/ dem Bezugserzieher in der Krippe und der zukünftigen Bezugserzieherin/ dem zukünftigen Bezugserzieher getroffen. Unterstützt wird dies durch hausoffene Tage und verstärkten Kontakt der zukünftigen pädagogischen Fachkraft zur neuen Kindergruppe.

Kneipp
Das Gompitzer Spatzennest ist seit 2007 eine zertifizierte Kneipp-Kita. Die alltägliche Umsetzung der Kneippschen Philosophie bildet das Fundament unserer pädagogischen Arbeit.
Wir binden das ganzheitlich orientierte Gesundheitskonzept nach Kneipp in die Gestaltung des Alltags unserer Einrichtung ein. Alle fünf Kneippschen Säulen (Lebensordnung, Wasser, Ernährung, Kräuter und Bewegung) sind integrativer Bestandteil.
Die Kinder lernen spielerisch die Grundlagen zur gesunden, naturgemäßen Lebensweise. Unser pädagogisches Jahresthema orientiert sich am Kneipp-Konzept. Die Kneippsche Lehre und deren Umsetzung dienen der Gesundheitsförderung und Prävention. Dieses Konzept ist geprägt durch seine Einfachheit. Wir legen Wert darauf, dass es für alle Beteiligten praktizierbar ist. Für die Umsetzung der Kneippschen Lehre gibt es für jedes Wirkungsprinzip zwei bis drei Multiplikatorinnen/ Multiplikatoren. Alle pädagogischen Mitarbeiter unserer Einrichtung sind zertifizierte „Gesundheitserzieher“. Eine Zertifizierung der Einrichtung in Form eines Audit findet aller vier Jahre statt. Wir unterstützen Eltern und Familien im Hinblick auf eine ganzheitliche Gesundheitsförderung. Eine stabile Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern, insbesondere über das Netzwerk der Kneipp- Kitas, ermöglicht uns, die Sicherung und Weiterentwicklung unserer eigenen Kompetenzen sowie unseres Kneipp-Konzeptes.

Natur und Bewegung
In Verbindung mit der Umsetzung der Kneippschen Lehre ist die Nutzung der Natur, insbesondere im nahe gelegenen Zschoner Grund, ein Kernstück unserer pädagogischen Arbeit. Im Wissen um die große Bedeutung des Waldes als Lern- und Erfahrungsort für Kinder sorgen wir dafür, möglichst viele Aktivitäten und Bildungsgelegenheiten im Wald bzw. im Freien zu arrangieren. Mit Blick auf die Umsetzung des Sächsischen Bildungsplanes bietet der Wald Gelegenheit für Erfahrungs- und Lernmöglichkeiten in jedem Bildungsbereich. Gleichzeitig haben die Kinder im Wald die Chance, an frischer Luft aktiv zu sein. Sie profitieren von der Unmittelbarkeit ihrer Erfahrungen, gehen an ihre Grenzen und erleben Selbstwirksamkeit. Das Spiel im Wald bietet Raum und Gelegenheit für gruppenübergreifende Angebote. Neben der Bewegung in der Zschone nutzen unsere Kinder die regelmäßigen Sportangebote, u. a. in der Turnhalle der Grundschule, den Sportplatz der Ortschaft, das Außengelände für das Spiel im Freien sowie den Sinnespfad für die Erfahrung und Schulung ihrer Sinne. Es ist darüber hinaus unser Ziel, den Kindern im Vorschulalter die Teilnahme an einem Schwimmkurs anzubieten. Neben der Sicherheit im Wasser ermöglicht das Schwimmenlernen den Kindern die Erfahrung des eigenen Körpers und somit eine wichtige Selbstwirksamkeitserfahrung.

Selbstständigkeit
Die pädagogische Arbeit in unserer Einrichtung ist auch darauf ausgerichtet, die Entwicklung der Selbstständigkeit der Kinder zu unterstützen. Es kommt uns darauf an, die Motivation der Kinder, „es selbst zu tun“ aufrecht zu erhalten. Dies erfordert von pädagogischen Fachkräften eigene Zurückhaltung und der Aktivität des Kindes stets den Vortritt zu lassen. Die Selbstständigkeit beim Spiel zeigt sich durch die freie Wahl der Materialien, Räume, Zeit und der Spielpartner. Die Verantwortung der pädagogischen Fachkraft besteht darin, den Kindern zu vertrauen, Selbstständigkeit fördernde Rahmenbedingungen zu schaffen, die Kinder zu motivieren, Rituale zu entwickeln und die Kinder selbst erforschen zu lassen. Wir unterstützen die Kinder dabei, eigene Entscheidungen zu treffen und gemachte Erfahrungen zu reflektieren. Grundlage dafür ist der Dialog zwischen Eltern, Erziehern und Kindern, um sich gegenseitig zu informieren und Vereinbarungen zu treffen.

Partizipation
Wir gestalten den Alltag in unserer Einrichtung ausgehend von den Themen und Bedürfnissen der Kinder. Partizipation bedeutet für uns dabei die alters- und entwicklungsentsprechende Beteiligung der Kinder sowohl bei der Tagesgestaltung wie auch an den sie selbst betreffenden Angelegenheiten. Dazu zählt beispielsweise das Einbeziehen der Kinder in die Entwicklungsgespräche. Entscheidungen über z. B. Projekte, Ausflüge und Regeln werden stets in Aushandlungsprozessen gemeinsam mit den Kindern und unter Einbeziehung der Eltern gefällt. Im Morgenkreis werden die Bildungsthemen und Interessen der Kinder ausgetauscht, ausgewählt und danach umgesetzt.
Die pädagogischen Fachkräfte unserer Einrichtung betrachten es als ihre Aufgabe, die Kinder in ihrem Aktivsein so zu beobachten, dass sie deren Ideen und Handeln verstehen. Für uns ist es wichtig, unsere Beobachtungen mit den Kindern zu besprechen, um sicher sein zu können, was die Kinder genau meinen und sich vorstellen. Beobachtung und Kommunikation mit den Kindern sind die Grundlage, um die Themen und Spielideen der Kinder aufnehmen und entsprechende Rahmenbedingungen schaffen zu können. Einen besonderen Stellenwert nimmt dabei die bedürfnisentsprechende Raumgestaltung ein. Es ist uns wichtig, dass die Kinder die Räume als ihr Terrain verstehen und erobern können. Sie haben die Möglichkeit, den Raum mit zu gestalten und auch zu verändern.
Die Kinder wählen selbstständig ihr Essen, bestimmen ihre Portionen und wirken bei der Zubereitung der Speisen unterstützend mit. Auch bei der Speiseplanung und Qualitätskontrolle werden alle Kinder beteiligt.
Wir sehen es als unsere Aufgabe, den Kindern die Möglichkeit einzuräumen, zur Ruhe zu kommen und Entspannung als eine positive und bestärkende Erfahrung zu erleben. Die Abwechslung von Ruhen und Aktivität wird zwischen Kindern und pädagogischen Fachkräften im Dialog entschieden. Für Kinder, die nach einer halbstündigen Ruhephase am Mittag wieder aktiv sein wollen, gibt es eine Wachgruppe.
Einen zentralen Stellenwert bei der Beteiligung der Kinder an der Gestaltung des Lebens in unserer Einrichtung nimmt ein Kinderrat ein.
Die Beteiligung von Eltern wird in unterschiedlichen Formen ermöglicht. Dazu zählen die Mitwirkung bei der Jahresplanung, im Elternbeirat, bei Elternnachmittagen in den Gruppen, bei Festen und Feiern. Ebenso können sich die Familien bei Gruppenprojekten einbringen. Vielfältige positive Erfahrungen zeigen uns, dass die Kinder davon profitieren, wenn Eltern ihre Kompetenzen in den Kita-Alltag einbringen. Verschiedene Umfragen ermöglichen den Eltern, ihre Wünsche und Meinungen an uns weiter zu geben und Vorschläge zu unterbreiten. Stets werden diese Befragungen mit dem Elternrat ausgewertet und daraus Schlussfolgerungen für die Gestaltung der verschiedensten Prozesse und Abläufe in unserer Einrichtung gezogen.
Ein modernes Beschwerdemanagement sorgt dafür, dass Klarheit darüber besteht, wie mit Beschwerden und Meinungen umgegangen wird. Dabei ist es uns wichtig, jede Beschwerde ernst zu nehmen und gleichberechtigt zu betrachten. Das Beschwerdemanagement regt alle Beteiligten zum offenen Meinungsaustausch an. Darüber hinaus können Elterngespräche in den Gruppen und Sprechzeiten der Leitung genutzt werden. Sprechzeiten der Leitung für die Kinder unterstützen eine Kultur des Wahrnehmens und Ernstnehmens ihrer Anliegen.
Wir sehen es als die Aufgabe der pädagogischen Fachkräfte an, die Beteiligung der Kinder aktiv zu ermöglichen und zu fördern und als gemeinsamen Lernprozess zu nutzen. Die Kinder wissen, wer ihre Ansprechpartnerin bei Sorgen und Nöten ist.

Schulvorbereitung
Die Vorbereitung unserer Kinder auf den Übergang in die Grundschule ist ein Ziel der pädagogischen Arbeit in unserer gesamten Einrichtung. Sie beginnt bereits bei der bindungsorientierten Gestaltung des Übergangs von der Familie in unsere Einrichtung im Krippenalter und zieht sich bis zum letzten Kita-Jahr vor der Schule hin. Im Zentrum steht für uns die Resilienzstärkung. Wir unterstützen die Kinder in der Entwicklung der Kompetenzen, die sie benötigen, um Übergänge gut und für sich gewinnbringend bewältigen zu können. Wir ermutigen unsere Kinder, sich alltäglichen Herausforderungen zu stellen und unterstützen sie bei der Bewältigung.
Für die Kinder im letzten Jahr vor Schuleintritt gestalten wir die Schulvorbereitung in enger Zusammenarbeit mit den Lehrkräften der Grundschule. Wir legen Wert auf ein am Lebensalltag der Kinder orientiertes Wecken und Bestärken der Neugier auf das schulische Lernen. Zu langjährigen Ritualen gehören Besuche in der Schule genauso wie die Besuche der Lehrerinnen und Lehrer in unserem Kita- Alltag sowie gemeinsame Teamberatungen und Erfahrungsaustausche zwischen den pädagogischen Fachkräften beider Einrichtungen. Wie regen die Kinder an, Zahlen und Buchstaben zu erkennen, nehmen ihr Interesse daran auf und unterstützen sie dabei, sich Zusammenhänge zu erschließen. Eine wichtige Säule ist dabei die natürliche Begegnung mit Symbolen im Alltag. Das geschieht beim Sport ebenso wie beispielsweise bei musikalischen Aktivitäten oder beim Aufräumen. Wichtige manuelle Fähigkeiten und Fertigkeiten der Kinder werden im Alltag geübt und gefördert. Die Erschließung des Sozialraumes über Spaziergänge und Ausflüge bietet vielfältige Gelegenheiten, Buchstaben und Zahlen zu entdecken, zu deuten und miteinander darüber ins Gespräch zu kommen. Verschiedene Außer-Haus-Angebote bilden die Höhepunkte im letzten Jahr vor der Schule. Ein Kennenlernnachmittag für die Vorschulkinder mit ihren Eltern in der Schule erleichtert auch den Eltern den Übergang ihrer Kinder in die Schule.
Ein fester Bestandteil ist bei uns die Verabschiedung der Kinder aus dem Kindergarten im Rahmen eines Abschlussfestes mit den Eltern.

Dokumentation
Zur pädagogischen Arbeit unseres Teams gehört die Dokumentation der Entwicklungsprozesse unserer Kinder. Ein zentrales Element ist dabei das Portfolio, das gemeinsam mit dem jeweiligen Kind individuell gestaltet wird und seine Entwicklung sichtbar macht. Das Portfolio ist Eigentum des Kindes und nur das Kind darf darüber verfügen. Die pädagogischen Fachkräfte unterstützen die Kinder und tragen zur Dokumentation bei. Nach Rücksprache mit dem Kind wird das Portfolio zu den Entwicklungsgesprächen mit den Eltern herangezogen.
Wir setzen auf eine an den Stärken und Kompetenzen der Kinder orientierte Entwicklungsdokumentation, die es uns ermöglicht, gemeinsam mit den Eltern auf das zu schauen, was die Kinder bereits können und davon ausgehend zu vereinbaren, in welcher Weise wir das Kind weiter unterstützen können.
Über die Entwicklungsdokumentation hinaus zeigen wir den Eltern und Kindern auf verschiedene Weise, wie der Alltag in unserer Einrichtung läuft und was ihn prägt oder besonders macht. Die Aktivitäten der Kinder und ihre Themen werden beispielsweise täglich über digitale Bilderrahmen gezeigt. Wochenpläne und Terminübersichten für die laufenden und kommenden Wochen und Monate an Pinnwänden informieren über die aktuellen und anstehenden Aktivitäten. Ergänzt wird dies durch regelmäßige Elternbriefe, die nicht nur über Termine informieren, sondern vor allem auch Einblick geben in die pädagogische Arbeit in der Kita und die Aktivitäten der Kinder.

nach oben

5. Bildungs- und Erziehungspartnerschaften

Wir gestalten einen partnerschaftlichen Dialog mit den Eltern und wichtigen Bezugspersonen unserer Kinder. Wir verstehen es als unsere Aufgabe, die Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern anzustoßen, auszubauen und zu ermöglichen. Unser Ziel ist es, in der gemeinsamen Verantwortung mit den Eltern den Bildungsprozess eines jeden Kindes bestmöglich zu unterstützen. Unsere Kommunikation mit Eltern ist geprägt von Offenheit und Toleranz. Wir streben nach gegenseitiger Achtung und Anerkennung.
Ein Grundpfeiler dafür sind die persönlichen Gespräche zwischen pädagogischen Fachkräften und Eltern. Persönliche Ansprache und Ansprechbarkeit geben uns und den Eltern die Möglichkeit, Informationen und Gedanken auszutauschen, uns gegenseitig anzuregen und zu unterstützen.
Wöchentlich findet ein Sprechtag der Leitung statt. Dieser Rahmen bietet auch die Möglichkeit zur Anmeldung, zu Aufnahmegesprächen und zum Bekanntmachen mit der Einrichtung. Im Frühjahr jeden Jahres findet ein Willkommenselternabend für die Eltern neu aufgenommener Kinder statt, an dem diese die Möglichkeit haben, den Träger und die Einrichtung detailliert kennen zu lernen, miteinander ins Gespräch zu kommen und Informationen zu erhalten.
Die Zusammenarbeit mit Eltern und anderen Bezugspersonen der Kinder gestalten wir auf vielfältige Art und Weise.
Zu Beginn eines jeden Kita-Jahres laden die Erzieher/innen zu Gruppenelternabenden ein. Zusätzliche Elternabende werden themen- und bedarfsorientiert angeboten. Diese Treffen sind für uns und auch für die Eltern wichtige Gelegenheiten, die anstehenden Themen miteinander zu besprechen, Probleme zu diskutieren oder auch Entscheidungen vorzubereiten. Wir bemühen uns, allen Eltern die Teilnahme am Elternabend zu ermöglichen, indem wir Termine langfristig planen und bekanntgeben. Die Ergebnisse und Vereinbarungen der Elternabende werden schriftlich festgehalten und können von den Eltern eingesehen werden.
Wir unterstützen die Arbeit des Elternbeirates unserer Einrichtung. Die Leitung trifft sich vierteljährlich mit dem Elternbeirat und stimmt sich in ihrer Arbeit mit diesem ab.
Eine rege Mitwirkung an gemeinsamen Vorhaben und Veranstaltungen zeigt das Interesse der Eltern, das Einrichtungsteam in seiner Arbeit zu unterstützen.
Im Mittelpunkt der engen Zusammenarbeit zwischen pädagogischen Fachkräften und Eltern steht das Kind. Mindestens einmal jährlich finden Entwicklungsgespräche statt. Darüber hinaus haben anlassbezogene Elterngespräche einen besonderen Stellenwert. Dazu zählen das Gespräch zwischen Eltern und Bezugserzieher/in im Anschluss an die Eingewöhnung und das Gespräch im letzten Kita- Jahr des Kindes.
Insbesondere die Phase der Eingewöhnung ist von einem engen Miteinander von pädagogischen Fachkräften und Eltern geprägt. Es ist uns wichtig, dass die Eltern sich angenommen wissen und sicher sind, dass ihr Kind in seiner Entwicklung bestmöglich unterstützt wird. Haben Eltern diese Gewissheit, dann können auch sie den Übergang ihres Kindes in die Einrichtung für sich bewältigen und gut unterstützen. Voraussetzung hierfür ist die Achtung und Anerkennung der Eltern als erste und wichtigste Bindungsperson des Kindes. Eine davon getragene Kommunikation ermöglicht uns den Aufbau eines Vertrauensverhältnisses zu allen Familien. Die angebotenen Treffen im Vorfeld der Eingewöhnung tragen zum unkomplizierten gegenseitigen Kennenlernen bei und unterstützen den Übergang des Kindes in seinen neuen Lebensabschnitt.
Ein weiterer wichtiger Übergang für die Kinder ist der Übergang in die Grundschule, den wir ebenfalls aufbauend auf der Kooperation zwischen Kita und Grundschule in enger Zusammenarbeit mit den Eltern begleiten und unterstützen. Elternabende und das Gespräch mit den Eltern im letzten Kita-Jahr sind wichtige Pfeiler in diesem Prozess.
Darüber hinaus erfolgt unsere Arbeit mit und für Eltern und Familien durch:

  • Eltern- und Familiennachmittage, Krabbelgruppe, Eingewöhnungsgruppe
  • gemeinsame Feste und Feiern
  • jährlicher Oma-Opa-Tag
  • Unterstützende Arbeitsleistungen aller Eltern zum Erhalt des Gebäudes und der Außenanlage
  • Unterstützung der Eltern durch Hinweise, Vorschläge und Anregungen
  • Mitarbeit von Eltern im Eltern-Kind-Kreis Kneipp
  • regelmäßige Elternbefragung: z. B. Gestaltung der Übergänge
  • vierteljährliche Elternbriefe sowie regelmäßig aktualisierter Internetauftritt
  • Beteiligung der Eltern an der Konzeptionsarbeit

nach oben

6. Professionelle Arbeit

6.1 Teamarbeit

Das Team im Gompitzer Spatzennest setzt sich zusammen aus allen pädagogischen und technischen Mitarbeitern. Die Verantwortung gegenüber dem Träger obliegt der Leiterin, welche vom Team unterstützt wird.
Unsere Arbeit ist von gegenseitiger Unterstützung und einem dialogischen Miteinander getragen. Wir profitieren von regelmäßigem fachlichen Austausch und Diskurs. Jeder Mitarbeiter soll und kann seine Stärken in die Arbeit der gesamten Einrichtung einbringen. Engagement und Eigenaktivität der Erzieherinnen und Erzieher sind uns wichtig und werden gefördert.
Unsere Teamarbeit ist gekennzeichnet durch eine offene Kommunikation, ein fehlerfreundliches Klima, Reflexionsbereitschaft, Verantwortung füreinander und Verbindlichkeit. Unsere Konzeption entsteht im gemeinsamen Ringen um bestmögliche pädagogische Arbeit und wird zusammen mit den Eltern und Kindern regelmäßig aktualisiert.

Das Team ist verantwortlich für die Planung und Durchführung der pädagogischen Arbeit. Wir entwickeln die Prozesse unserer Arbeit fortwährend weiter und sichern damit die Qualität. Orientierung bieten der Sächsische Bildungsplan und das gemeinsam entwickelte Qualitätshandbuch unserer Einrichtung.

Regelmäßige Dienstbesprechungen ermöglichen uns die gemeinsame Analyse von Prozessen und Ergebnissen, die Reflexion unserer pädagogischen Arbeit sowie der Bildungs- und Erziehungspartnerschaften. Informationen über die aktuelle Arbeit des Trägers sowie Planung der Urlaubs- und Dienstzeiten sind u.a. Bestandteile unserer Beratungen. Teamberatungen finden im Wechsel zwischen Gesamt- und Kleinteam statt. Einmal jährlich gestalten wir einen Teamtag, an dem das Team und die Teamprozesse im Mittelpunkt stehen.
Vor- und Nachbereitungszeiten sind für die Arbeit der pädagogischen Fachkräfte wichtig, klare Absprachen und gegenseitige Unterstützung ermöglichen uns, diese optimal zu nutzen.

Eine wichtige Voraussetzung für unsere gute pädagogische Arbeit ist die regelmäßige Teilnahme an Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen in und außerhalb der Einrichtung, Hospitationen in anderen Einrichtungen sowie das Studium aktueller Fachliteratur. Die Inhalte und Materialien von solchen Veranstaltungen werden im Team weitergegeben und diskutiert.
Das Team arbeitet durch vielseitigen situativen Austausch (Tür & Angel) zusammen. Außerdem werden wichtige Informationen schriftlich für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgelegt oder persönlich zur Verfügung gestellt.

6.2 Anleitung von Praktikantinnen/ Praktikanten und FSJlern

Das Gompitzer Spatzennest ist eine Ausbildungseinrichtung für die berufspraktische Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern. Unsere Einrichtung arbeitet mit verschiedenen beruflichen Schulen, aber auch mit Oberschulen, Gymnasien und Hochschulen zusammen. Wir sind bei der Betreuung und Anleitung von FSJlern Kooperationspartner des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes.
Wir stellen regelmäßig verlässliche Praktikumsplätze bereit.
Praktikantinnen und Praktikanten werden in unserer Einrichtung von qualifizierten Praxisanleiterinnen ausgebildet, betreut und begleitet. Die Intensität der Anleitung richtet sich nach den jeweiligen Zielen des Praktikums, den schulischen Vorgaben und den persönlichen Bedürfnissen der Praktikantin/ des Praktikanten.
Durch regelmäßige Teilnahme an Praxisanleitertreffen und Weiterbildungen garantieren wir eine hohe Qualität. Unser Team unterstützt die Arbeit der Praxisanleiterinnen, so dass diese ihren Aufgaben in der Anleitung im erforderlichen Maße nachkommen können. Dazu zählt beispielsweise die regelmäßige Durchführung von Anleitungsgesprächen.
Wir erwarten von den Praktikanten eine schriftliche Bewerbung und eine persönliche Vorstellung. Nach einem Erstgespräch entscheiden Träger und Praxisanleiter/in über einen Vertragsabschluss. Allgemeine Ausbildungspunkte sowie wichtige, unsere Einrichtung betreffende Informationen, erhalten die Praktikantinnen und Praktikanten vor und zu Beginn ihres Praktikums.

6.3 Kooperationen und Vernetzungen

Für die Koordinierung und den Aufbau von Kooperationen trägt die Leitung des Gompitzer Spatzennestes die Gesamtverantwortung. Sie wird dabei von allen Mitgliedern des Teams unterstützt. Die konkreten Kooperationen werden mitarbeiterbezogen und themenspezifisch gelebt und koordiniert.

Grundpfeiler der Arbeit unserer Einrichtung ist die Zusammenarbeit zwischen Träger, Einrichtung und Förderverein. Der Förderverein „Gompitzer Spatzennest e.V.“ und seine aktiven Mitglieder unterstützen unsere Arbeit nicht nur finanziell, sondern auch ideell mit Vorschlägen und aktivem Handeln. Im Interesse einer optimalen Partnerschaft arbeitet unser Träger „Gompitzer Spatzennest e.V.“ eng mit dem Eigenbetrieb Kindertagesstätten der Landeshauptstadt Dresden zusammen. Die Kindertagesstätte steht im regelmäßigen und aktiven Austausch mit anderen freien Trägern und deren Kindertageseinrichtungen.
Unsere Einrichtung ist eine feste und gut vernetzte Institution im Gompitzer Sozialraum. Wir beteiligen uns aktiv am Leben in unserer Ortschaft und nutzen dessen vielfältige Möglichkeiten, um den pädagogischen Alltag zu gestalten und zu bereichern. Seit über fünfzig Jahren zählt die Kindereinrichtung zum festen Anlaufpunkt des Ortschaftsgeschehens und pflegt regelmäßige Kontakte zum Ortschaftsrat Gompitz, den ansässigen Vereinen sowie den Gewerbetreibenden von Gompitz und den angrenzenden Ortschaften. Durch diese Kooperationen erfahren wir tatkräftige Unterstützung bei der Gestaltung von öffentlichen Festen und Feiern, die gemeinsam geplant und durchgeführt werden. Das große Engagement unserer Vereinsmitglieder ermöglicht die Absicherung vielfältiger, ins Gemeinwesen ausstrahlender Aktivitäten.

Besonders intensiv kooperieren wir mit der 74. Grundschule im Hinblick auf eine optimierte Schuleingangsphase für unsere Kinder. Der Träger unserer Einrichtung betreibt den Hort dieser Grundschule. Dies ermöglicht uns eine enge fachliche Verzahnung und eine kollegiale Zusammenarbeit mit den Erzieherinnen und Erziehern des Hortes.
Gleichzeitig besteht eine Kooperationsvereinbarung mit dem Förderzentrum Sprache Dresden (Sprachheilschule) zur Unterstützung der sprachlichen Entwicklung der Kinder bis zum Schuleintritt. So finden regelmäßige Hospitationen einer Sprachheiltherapeutin zur Erfassung des Entwicklungsstandes der Kinder statt. Gemeinsam mit der Erzieherin und Eltern werden diese Beobachtungen ausgewertet und fördernde Maßnahmen besprochen.
Unterstützend dazu bieten wir eine Eltern- Kind- Sprechstunde im Haus an. Durch Qualifizierung von Mitarbeiterinnen können wir im letzten Kindergartenjahr mit dem durchgeführten BISC eine mögliche Veranlagung zu einer Lese- und Rechtschreibschwäche des Kindes erkennen und entsprechende Schritte empfehlen.

Um eine bestmögliche Betreuung und Beratung im gesundheitlichen Bereich zu garantieren, arbeiten wir kontinuierlich mit dem schulärztlichen Dienst, dem Gesundheitsamt, dem jugendzahnmedizinischen Dienst und speziellen Beratungsstellen zusammen.
Ein ortsansässiger Orthopäde gestaltet zweimal im Jahr eine Sprechzeit zu den Themen „Gesunde Füße“ und „Rückengerechte Schulranzen“, die von vielen Eltern genutzt wird.
In Zusammenarbeit mit der benachbarten Zahnarztpraxis wird die zahnmedizinische Betreuung der Kinder auf vielfältigste Weise gewährleistet.
Außerdem stehen wir in Verbindung mit dem „Kneipp- Bund Landesverband Sachsen e.V. Dresden“ und arbeiten konstruktiv in dem von uns gegründeten „Netzwerk Kneipp“ mit anderen Kneipp-Kindertageseinrichtungen zusammen. Wir beteiligen uns an der Organisation und Durchführung von Veranstaltungen innerhalb des Netzwerkes und bringen unsere Erfahrungen in gemeinsame Treffen und Hospitationen mit anderen Einrichtungen ein.
Mit Tagespflegepersonen in unserem Gemeinwesen besteht eine gute Zusammenarbeit. Durch bestehende Kooperationsvereinbarungen können die Vorteile der besonderen Ausstattung der Kindertageseinrichtung genutzt werden (z.B. Sauna, Küche, Fort- und Weiterbildungen).

Wir streben eine kontinuierliche Weiterentwicklung und den Ausbau unserer Kooperationen an. Insbesondere die Zusammenarbeit mit pädagogischen und therapeutischen Fachkräften ist uns vor dem Hintergrund sich verändernder Anforderungen im pädagogischen Alltag wichtig. Wir bemühen uns um Kooperationen, die niederschwellige Beratungsangebote in unserem Haus ermöglichen. Ebenso streben wir die Kooperation mit logopädischen Fachkräften an.

Vielfältige Angebote der Kindertagesstätte können von allen interessierten Familien und ihren Kindern genutzt werden.
Dokumentationen im Haus informieren die Eltern über aktuelle Termine und Veranstaltungen und geben Einblicke in den Kindertagesstättenalltag. Unsere Willkommensmappe stattet Eltern von Anfang an mit den wichtigsten Informationen aus. Aktuelle Mitteilungen erhalten die Eltern unserer Kinder durch Aushänge und den vierteljährlichen Elternbrief. Darüber hinaus wird die Arbeit unserer Einrichtung über Gestaltungselemente im Haus sichtbar gemacht.
Für die Öffentlichkeit präsentiert sich das Gompitzer Spatzennest durch

  • einen Flyer der Kita
  • Beiträge im Informationsblatt „Gompitzer Nachrichten“
  • öffentliche Aushänge
  • eine aktuelle Internetpräsentation unter www.Gompitzer-Spatzennest.de
  • Pressemitteilungen
  • für die Öffentlichkeit zugängliche Feste
  • Tag der offenen Tür

Darüber hinaus verfügt die Einrichtung über eine Hauschronik, die jährlich fortgeschrieben wird.

6.4. Qualitätsmanagement

Unsere Konzeption verstehen wir als einen Entwicklungsprozess und gleichzeitig als Spiegelbild unserer pädagogischen Arbeit. Deshalb ist es erforderlich, sie ständig zu vervollkommnen und neue wissenschaftliche Erkenntnisse, Aspekte und Erfahrungen mit einfließen zu lassen.

Folgende spezifische Konzeptionen und Kooperationsvereinbarungen ergänzen diese Konzeption:

  • Kneipp-Konzept
  • Konzeption zur Eingewöhnung
  • Kooperationsvereinbarung Kita- Förderzentrum Sprache (Sprachheilschule)
  • Kooperationsvereinbarung mit der Tagespflegeperson Frau Bormann
  • Kooperationskonzept Kita und Schule

Qualitätsentwicklung bedeutet für uns einen kooperativen Aushandlungsprozess zwischen dem öffentlichen Träger, den politischen Vertretern des Jugendhilfeausschusses, den Trägervertretern, Elternvertretern und Vertretern der Wissenschaft.

Unsere Prozesse gestalten wir nach einem eigenen Qualitätshandbuch, das regelmäßig überprüft und fortgeschrieben wird. In Zusammenarbeit mit einem externen Partner ist ein Qualitätsbeauftragter der Einrichtung für die Prozessbegleitung verantwortlich.

Das Qualitätshandbuch beinhaltet folgende Bereiche:

  • Organisations- und Dienstleistungsentwicklung
  • Qualitätsmanagement
  • Konzept- und Konzeptionsentwicklung
  • Vernetzung, Kooperation und Öffentlichkeitsarbeit
  • Familienorientierung, Elternbeteiligung und Kinderbeteiligung
  • Personalmanagement
  • Bedarfsermittlung und strukturelle Angebotsplanung
  • Finanzmanagement

Die Qualitätsentwicklung ist ein Instrument zur Reflexion, zur Anregung des fachlichen Dialoges, zur Leistungsüberprüfung und somit zur Stärkung der Innovationsbereitschaft unseres Trägers.
Als unser Ziel der Qualitätsentwicklung und –sicherung streben wir die Zufriedenheit aller Bezugsgruppen (Kinder, Eltern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Träger, Lehrer, Kooperationspartner im Gemeinwesen) aufgrund einer qualitativ hochwertigen pädagogischen Arbeit an.

Das Team aus Ihrer
Gompitzer Spatzennest Kindertagesstätte e.V.

nach oben